Was kostet Social Recruiting? Die kurze Antwort
Social Recruiting kostet zwei Dinge: das Werbebudget und die Betreuung. Das Werbebudget geht direkt an Meta, also an Instagram und Facebook. Üblich sind 30 bis 50 € pro Tag, das macht 900 bis 1.500 € im Monat. Dazu kommt das Honorar für den, der die Kampagne baut und betreut. Je nach Abrechnungsmodell zahlst du dafür ein Fixum plus monatlichen Retainer, einen Festpreis pro Stelle, einen Betrag pro qualifizierte Bewerbung oder erfolgsbasiert, oder du machst es mit Software selbst. Für die Mitarbeitergewinnung über soziale Netzwerke ist das der komplette Kostenrahmen.
Viele Agenturen rücken ihre Preise erst im Verkaufsgespräch raus. Hier bekommst du vorab den ehrlichen Marktüberblick über alle fünf Modelle mit echten Spannen, damit du jedes Angebot einordnen kannst. Was davon zu deiner Stelle passt, klären wir danach im kostenlosen Erstgespräch.
Woraus setzen sich die Recruiting-Kosten zusammen?
Der erste Posten ist das Werbebudget. Es fließt ohne Aufschlag über das Werbekonto direkt an Meta. Wie viel sinnvoll ist, hängt von Stelle und Region ab: Ein Elektriker im Speckgürtel einer Großstadt braucht mehr Budget als eine Bürokraft auf dem Land, weil rund um die Großstadt mehr Betriebe um dieselben Leute werben. Zur Einordnung der Plattform-Frage: Bei Meta kosten Klicks meist unter 2 €, auf LinkedIn eher 2 bis 5 €. TikTok liegt dazwischen und funktioniert vor allem bei Azubis. Für Handwerksbetriebe bleibt Meta deshalb fast immer die günstigste Wahl, und die Spannen gelten so ähnlich im ganzen DACH-Raum.
Damit du die Spannen einordnen kannst, hier die Zahlen aus zwei tatsächlich gelaufenen Kampagnen. Eine Handwerksbäckerei hat 740,60 € Werbebudget über 25 Tage ausgegeben, im Schnitt also knapp 30 € am Tag. Daraus wurden 67.179 Einblendungen bei 18.134 erreichten Menschen, was einem Tausend-Kontakt-Preis von 11,02 € entspricht. Am Ende standen 23 Bewerbungen, also 32,20 € Werbekosten je Bewerbung. Bei einer kaufmännischen Stelle in der Industrie lag derselbe Wert bei 13,60 €, weil der Kandidatenkreis dort größer ist.
Der Unterschied zwischen 13,60 € und 32,20 € je Bewerbung ist typisch: Je enger der Beruf und je kleiner die Region, desto teurer wird jede einzelne Bewerbung. Ein seriöses Budget nennt dir deshalb nur, wer Stelle und Umkreis kennt.
Der zweite Posten ist die Arbeit dahinter: Strategie, Landingpage, Anzeigentexte, Bilder und Videos, Kampagnenaufbau, laufende Optimierung und Reporting. Genau hier entscheidet sich, ob Recruiting-Kampagnen Bewerbungen bringen oder Geld verbrennen. Anzeigen schalten kann jeder. Die datenbasierte Optimierung Woche für Woche ist der Teil, für den du jemanden bezahlst.
Was kosten Stellenanzeigen und Jobbörsen im Vergleich?
Zum Einordnen lohnt der Blick auf die klassischen Wege. Eine einzelne Stellenanzeige auf einem der großen Stellenportale kostet je nach Paket rund 1.000 bis 2.400 € bei 30 Tagen Laufzeit. Auf Einstellungen umgerechnet kommen Jobbörsen auf 1.800 bis 4.500 € pro Einstellung. Kostenlose staatliche Stellenbörsen gibt es auch, und die Zeitungsanzeige produziert vor allem Streuverluste im ganzen Landkreis.
Alle drei Wege haben dasselbe Grundproblem: Sie erreichen nur die, die gerade aktiv auf Jobsuche sind, und das ist nur ein kleiner Teil der Fachkräfte, je nach Studie 15 bis 20 %. Der große Rest ist der passive Kandidatenmarkt: potenzielle Kandidaten mit festem Job, die wechseln würden, wenn das richtige Angebot sie erreicht. Mit Recruiting-Ads auf Social Media kannst du genau diese Kandidaten erreichen, abends im Feed, auf dem Sofa. Stellenanzeigen warten. Social-Media-Recruiting geht hin, und so entstehen qualifizierte Bewerbungen von Leuten, die keine Jobbörse je erreicht hätte.
Das bekommst du für dein Geld: die Kampagne in fünf Phasen
Egal, welches Preismodell am Ende dahintersteht: Eine professionell aufgesetzte Kampagne durchläuft immer denselben Weg.
- Briefing und Vorbereitung: Welche Stelle, welche Region, welches Budget, und was macht den Betrieb als Arbeitgeber aus? Aus der nüchternen Stellenbeschreibung werden Argumente, die Wechselwillige überzeugen.
- Technisches Setup: Business Manager, Werbekonto und Tracking werden eingerichtet oder aufgeräumt. Wichtig: Die Konten gehören dem Betrieb, der Dienstleister arbeitet mit Zugriff darauf.
- Funnel, Texte und Anzeigen: Bewerbungsseite, Anzeigentexte und Creatives aus echten Fotos und Videos entstehen, dann folgt die Schaltung von Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram.
- Reporting und Begleitung: Klickrate, Kosten pro Bewerbung und die Qualität der Eingänge werden laufend überwacht und verständlich berichtet, statt in einem Zahlenfriedhof zu enden.
- Optimierung bis zur Besetzung: Varianten testen, Zielgruppen nachschärfen, Budget dorthin schieben, wo die besten Bewerbungen herkommen. So lange, bis die Stelle besetzt ist.
Die fünf Preismodelle im Überblick
Im Markt haben sich fünf Abrechnungsmodelle etabliert. Hier sind alle mit ihren üblichen Spannen, ehrlich eingeordnet. Manche Anbieter rechnen pro Kampagne ab, andere monatlich oder rein erfolgsbasiert; die Namen unterscheiden sich, die Logik dahinter ist immer eine dieser fünf.
1. Fixum plus monatlicher Retainer
Das verbreitetste Modell: Ein einmaliges Setup deckt Strategie, Technik, Funnel und Anzeigen ab und kostet üblicherweise 1.500 bis 3.000 €, bei umfangreichem Komplettaufbau mit eigener Bewerbungsseite und Anzeigenproduktion auch 5.000 € und mehr. Danach läuft ein monatlicher Retainer für Betreuung und Optimierung, meist 800 bis 2.500 €, bei spezialisierten Anbietern mit persönlicher Betreuung bis 3.000 €. Üblich sind Mindestlaufzeiten von drei bis zwölf Monaten. Für Betriebe mit Dauerbedarf gibt es das Ganze auch als Halbjahres- oder Jahres-Abo mit entsprechend besseren Konditionen.
Passt für dich, wenn du kontinuierlich einstellst oder mehrere Stellen bespielst. Umgerechnet auf die einzelne Einstellung ist ein gut laufender Retainer das günstigste Modell, und die Zusammenarbeit bleibt planbar, für beide Seiten.
2. Festpreis pro Stelle
Die Komplettlösung als Paket: alle fünf Phasen inklusive Landingpage, Anzeigen, Optimierung und Vorqualifizierung, mit klarem Anfang und Ende. Kompakte 30-Tage-Kampagnen starten im Markt bei etwa 3.500 €, Pakete über drei bis vier Monate liegen meist zwischen 5.000 und 10.000 €, je nach Gewerk, Region und Umfang. Mit Werbebudget landest du bei einer Komplettkampagne insgesamt bei rund 9.500 bis 14.500 €.
Passt für dich, wenn eine konkrete Stelle zügig besetzt werden muss und du vorher wissen willst, was es maximal kostet.
3. Zahlung pro Bewerbung
Du zahlst pro qualifizierte Bewerbung, üblich sind 100 bis 250 €, je nachdem, wie tief vorqualifiziert wird. Das Werbebudget läuft dabei in der Regel über das Werbekonto des Betriebs. Qualifiziert heißt: Die Bewerbung erfüllt vorher gemeinsam festgelegte Kriterien, zum Beispiel Ausbildung, Führerschein oder Wohnort im Umkreis.
Passt für dich, wenn du Social Recruiting erst mal mit kleinem Risiko testen willst oder nur wenige Bewerbungen brauchst. Bei größerem Bedarf wird das Modell schnell teurer als ein Paket oder Retainer, das solltest du dir vorrechnen lassen.
4. Erfolgsprovision
Ein kleineres Fixum plus eine Provision bei erfolgreicher Einstellung, im Markt üblich sind 20 bis 35 % des Jahresgehalts. Reine Pay-per-Hire-Plattformen nehmen 2.000 bis 7.000 € pro Einstellung.
Und hier die ehrliche Einordnung: Damit liegst du auf dem Preisniveau eines klassischen Vermittlers. Das Modell gibt es für Betriebe, die das Risiko weitgehend beim Anbieter lassen wollen und dafür bewusst mehr zahlen. Rein rechnerisch fährst du mit Paket oder Retainer fast immer besser, vor allem, wenn du mehr als eine Person einstellen willst.
5. Self-Service-Software
Recruiting-Baukästen und Funnel-Tools zum Selbstbuchen gibt es ab etwa 100 € im Monat, plus Werbebudget, plus deine eigene Zeit. Das ist die günstigste Eintrittskarte und zugleich die mit dem größten versteckten Posten, dazu unten mehr beim Selbermachen.
Wie schnell kommen Bewerbungen? Die ersten 30 Tage realistisch
Die Kampagne kann wenige Tage nach dem Briefing livegehen, und die ersten Bewerbungen kommen meist in den ersten ein bis zwei Wochen. Trotzdem gehören die ersten 30 Tage dem Algorithmus: Meta braucht rund drei Wochen Lernphase, bis die Anzeigen stabil an die richtigen Leute ausgeliefert werden und die Kosten pro Bewerbung sinken.
Eine 30-Tage-Kampagne eignet sich deshalb gut als Testlauf. Für eine planbare Besetzung solltest du in drei bis vier Monaten denken, was auch erklärt, warum viele Preismodelle genau auf diese Zeiträume ausgelegt sind. Manche Anbieter versprechen Einstellungen in 30 Tagen; Bewerbungen in 30 Tagen sind realistisch, Einstellungen hängen an deinen Gesprächen, deinem Tempo bei der Rückmeldung und deinem Angebot.
Wie das in echten Zahlen aussieht, zeigen zwei Kampagnen mit offengelegten Werten: 740,60 € Werbebudget, 23 Bewerbungen und zwei Einstellungen in 25 Tagen, darunter ein Bäckermeister.
Was kostet eine Einstellung? Der ehrliche Cost-per-Hire-Vergleich
Die wichtigste Kennzahl beim Vergleich der Wege ist der Cost-per-Hire (kurz CPH), also alle Kosten geteilt durch die Zahl der Einstellungen. Eingespielte Social-Recruiting-Systeme, die laufend mehrere Stellen besetzen, kommen im Markt auf etwa 1.500 bis 3.000 € pro Einstellung. Bei einer einzelnen Kampagne liegt der Wert höher, weil sich Einrichtung und Betreuung auf weniger Einstellungen verteilen.
Was kostet es, eine Stelle zu besetzen? Alle Wege auf einen Blick
| Weg | Ungefähre Kosten | Was du dafür bekommst |
|---|---|---|
| Stellenanzeige auf einer Jobbörse | 1.000 bis 2.400 € je Anzeige für 30 Tage | Reichweite bei aktiv Suchenden, keine Zusage für Bewerbungen |
| Personalvermittler oder Headhunter | 20 bis 35 % vom Jahresgehalt, bei 40.000 € also 8.000 bis 14.000 € | genau eine Einstellung |
| Social-Recruiting-Agentur | Setup 1.500 bis 5.000 € und mehr, dazu 800 bis 3.000 € im Monat plus Werbebudget | ein System, aus dem mehrere Einstellungen entstehen können |
| Zahlung pro Bewerbung | 100 bis 250 € je qualifizierte Bewerbung | planbare Kosten, Auswahl und Gespräche bleiben bei dir |
| Mitarbeiterempfehlung | Prämie von 500 bis 1.500 € | oft passende Leute, aber kaum planbar |
| Abwarten | rund 1.000 € pro Woche und fehlender Fachkraft | nichts |
Im Schnitt aller Wege liegen die Kosten je Einstellung für Fachkräfte in Deutschland bei rund 3.000 bis 6.000 €, bei Vermittlern deutlich darüber. Alle Werte sind Marktspannen zur Orientierung, Stand 2026.
Nehmen wir eine typische Situation: Dir fehlt ein Geselle, Jahresgehalt 40.000 €. Du hast drei Wege.
Abwarten und weiter inserieren: Die unbesetzte Stelle kostet dich abgelehnte Aufträge, Überstunden im Team und irgendwann die Stimmung. Konservativ gerechnet fehlen dir bei diesem Gesellen rund 1.000 € Deckungsbeitrag pro Woche, über drei Monate also rund 13.000 €, ohne eine einzige Bewerbung dafür zu bekommen. Über die gesamte Dauer kostet eine unbesetzte Stelle im Handwerk im Schnitt rund 32.600 €, weil Stellen in Engpassberufen oft weit über ein halbes Jahr offen bleiben. Mit deinen eigenen Zahlen rechnest du das im Vakanzkosten-Rechner nach.
Personalvermittler oder Headhunter: Üblich sind 20 bis 30 % vom Jahresgehalt, im Schnitt rund 28 %. In unserem Beispiel sind das 8.000 bis 12.000 €. Dafür bekommst du genau eine Einstellung. Geht die Person im ersten Jahr wieder, fängst du von vorn an.
Social-Recruiting-Kampagne: Rund 9.500 bis 14.500 € komplett, inklusive Werbebudget, über etwa drei Monate. Eine gut laufende Kampagne bringt selten nur einen Kandidaten. Meist kommt gleich ein Schwung qualifizierter Bewerbungen rein. Stellst du zwei Leute daraus ein, liegst du bei 4.750 bis 7.250 € pro Kopf, näher an den Faustwerten des Marktes.
Ein Hinweis zur Einordnung solcher Rechnungen, auch der eigenen: Werbebudget und Honorar sind zwei verschiedene Posten. In der Bäckerei-Kampagne oben sind 740,60 € an die Plattform geflossen. Das ist das Mediabudget, nicht der Gesamtpreis der Zusammenarbeit. Wenn ein Anbieter mit sehr niedrigen Kosten pro Einstellung wirbt, lohnt die Rückfrage, ob darin seine eigene Leistung enthalten ist.
Dazu kommt ein Nebeneffekt, den keine Jobbörse liefert: Ein paar tausend Menschen in deiner Region haben deinen Betrieb gesehen, und zwar als das, was er ist: ein attraktiver Arbeitgeber mit echten Einblicken statt Hochglanz. Diese Sichtbarkeit zahlt auf deine Arbeitgebermarke ein und macht jede weitere Kampagne günstiger.
Welches Modell passt zu welchem Betrieb?
Die Kurzfassung: Stellst du kontinuierlich ein und hast das ganze Jahr offene Stellen, ist Fixum plus Retainer meist die beste Wahl, bei Dauerbedarf auch als Abo. Muss eine einzelne Stelle zügig besetzt werden, nimm den Festpreis pro Stelle. Willst du erst mal vorsichtig testen, starte mit der Zahlung pro Bewerbung. Willst du das Risiko weitgehend abgeben, gibt es die Erfolgsprovision, mit dem genannten Preisschild. Und wer Zeit und Nerven übrig hat, kann mit Self-Service-Software selbst ran. Das gilt für das Handwerk genauso wie für den breiteren Mittelstand.
Innerhalb der Spannen bewegen vier Dinge den Preis: die Branche (um Elektriker und Pflegekräfte werben viele Betriebe, um Bürokräfte wenige), die Region, das Stellenprofil und das Material, das du schon hast. Gibt es brauchbare Fotos aus deinem Betrieb, sparst du dir die Produktion.
Warum die Spannen so weit auseinanderliegen: Am unteren Ende arbeiten Anbieter mit Vorlagen, wechselnden Betreuern und vielen Kunden gleichzeitig. Am oberen Ende bekommst du eine eigene Bewerbungsseite, eigens produzierte Anzeigen, eine Vorqualifizierung und einen festen Ansprechpartner, der deinen Betrieb kennt. Entscheidend ist deshalb nicht der Preis pro Monat, sondern der Preis pro Einstellung und der Wert jeder Woche, die eine Stelle früher besetzt ist.
Es gibt auch Fälle, in denen ich abrate: Eine einzelne, hochspezialisierte Führungsposition besetzt du über dein Netzwerk oder einen Vermittler oft besser. Und wer Bewerbern erst nach einer Woche antwortet, verbrennt jede noch so gute Kampagne. Beides sage ich dir im Erstgespräch, bevor du einen Euro ausgibst.
Gibt es versteckte Kosten oder eine Mindestlaufzeit?
Zu den Laufzeiten die ehrliche Antwort: Ja, die gibt es fast überall, und das ist auch in Ordnung. Je nach Preismodell ist eine Laufzeit oder Bindung von etwa drei Monaten bei Kampagnen bis zu sechs oder zwölf Monaten bei Abos üblich. Der Grund steht weiter oben: Der Algorithmus braucht seine Lernphase, und ein stabiles System entsteht nicht in vier Wochen. Eine faire Laufzeit ist deshalb kein Warnsignal, sondern ein realistisches Versprechen. Wichtig ist nur, dass sie klar im Angebot steht.
Worauf du stattdessen achten solltest, sind zusätzliche Kosten, die vorher nirgends im Angebot standen: eine stille Marge auf das Werbebudget, nachträglich verkaufte Fotoshootings für mehrere hundert Euro, ein Landingpage-Tool im Monatsabo, Technik-Einrichtung extra. Frag jeden Anbieter vorher, was genau im Preis steckt, wie lange die Bindung läuft und ob das Budget getrennt ausgewiesen wird. An den Antworten erkennst du die Seriösen.
Diese Bausteine stecken in einer professionellen Kampagne
Je nach Modell und Anbieter setzen sich Kampagnen aus diesen Bausteinen zusammen. Die Liste hilft dir, Angebote zu vergleichen: Was ist drin, was kostet extra?
- Fotos und Videos: Anleitung für echte Aufnahmen aus dem Betrieb plus professioneller Schnitt. Handyvideos aus der Werkstatt schlagen jedes Stockfoto.
- Technisches Setup bei Meta: Business Manager, Werbekonto, Pixel und Tracking, sauber eingerichtet statt zusammengeklickt.
- Bewerbungsseite: Eine schlanke Landingpage oder eine dauerhafte Karriereseite, die schneller überzeugt als jede klassische Karriereseite. Die Bewerbung ist am Handy in zwei Minuten erledigt.
- Vorqualifizierung: Gute Anbieter rufen Bewerber vorab an; du bekommst sie vorqualifiziert und investierst deine Zeit nur in passende Kandidaten.
- Bewerbermanagement: Alle Bewerberdaten übersichtlich in einer Tabelle oder deinem Postfach, mit allen Antworten auf die Qualifizierungsfragen.
- Schulung für dein Team: Ein kurzer Leitfaden, wie ihr mit Bewerbungen umgeht. Wer am selben Tag antwortet, gewinnt die besten Leute.
- Funnel-Archiv: Bewerbungsseite und die besten Anzeigen bleiben erhalten. Die zweite Kampagne startet dadurch schneller und günstiger.
Selbst machen oder Social-Recruiting-Agentur beauftragen?
Kannst du grundsätzlich selbst, die Werkzeuge stehen jedem offen. Rechne nur nüchtern: Eine Funnel-Software wie Perspective oder Onepage kostet 100 bis 200 € im Monat, dazu kommt das Werbebudget, und vor allem kommt Zeit dazu. Wer die Personalgewinnung in Eigenregie fährt, baut Anzeigen, wertet Zahlen aus und beantwortet Bewerbernachrichten, das frisst schnell sechs bis zehn Stunden pro Woche, und jeder Fehlversuch kostet echtes Geld. Auch Active Sourcing, also das direkte Anschreiben einzelner Kandidaten auf LinkedIn, kannst du selbst betreiben; es kostet kein Werbebudget, dafür umso mehr Zeit pro Kontakt.
Zwischen Baustelle, Backstube und Büro bleibt dafür selten Raum. Genau da setzt eine spezialisierte Recruiting-Agentur an: Du gibst frei und führst Gespräche, den Rest übernimmt jemand, der das jede Woche macht. Wie Social Recruiting grundsätzlich funktioniert, habe ich hier ausführlich erklärt, damit du beide Wege realistisch vergleichen kannst.
Das Wichtigste zu den Social-Recruiting-Kosten in Kürze
- Zwei Posten: Werbebudget (30 bis 50 € pro Tag, direkt an Meta) plus Honorar je nach Modell.
- Fixum plus monatlicher Retainer ist das verbreitetste Modell: Setup 1.500 bis 3.000 €, danach 800 bis 2.500 € im Monat, bei spezialisierten Anbietern mehr.
- Festpreis-Pakete pro Stelle mit klarem Anfang und Ende gibt es je nach Laufzeit und Umfang in sehr unterschiedlichen Größen.
- Zahlung pro Bewerbung (üblich 100 bis 250 €) eignet sich zum Testen, Erfolgsprovision liegt auf Vermittler-Niveau.
- Je nach Preismodell gehört eine Laufzeit oder Bindung dazu, von drei Monaten bei Kampagnen bis zwölf bei Abos. Beides kann fair sein, wenn die Leistung stimmt.
- Vorsicht bei versteckter Budget-Marge, Zusatzposten nach Vertragsschluss und Garantie-Versprechen ohne Substanz.
Antworten auf weitere häufige Fragen findest du direkt darunter. Und welches Modell zu deiner Stelle passt, rechnen wir im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam durch, unverbindlich und mit offenen Zahlen.